Windows 11 26H2 im Praxistest: Weniger RAM, mehr Tempo – so holst du das Maximum aus dem neuen Update

KI-PCs-boomen-dank-Windows-10-Ende
Bild von Chris

Chris

Chris und das Computer.de Team berichten über neue Computer Trends & Produkte, KI-Tools & Gaming, Messen und mehr. Wir machen Testberichte und sind dein Kauf-Ratgeber!

Inhaltsverzeichnis

Wir haben Windows 11 Version 26H2 (auch „Windows 11 2026 Update“) auf unserem Testsystem installiert und genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis hat uns positiv überrascht: Microsoft hat diesmal nicht nur neue Features nachgeschoben, sondern spürbar am Ressourcenhunger von Windows gedreht. Gerade in Zeiten, in denen RAM-Preise stark steigen, kommt dieses Update wie gerufen.

Was wir im Test festgestellt haben

Auf unseren Testrechnern (u. a. ein 3 Jahre altes Notebook mit 16 GB RAM und ein Desktop mit 32 GB) lag der Arbeitsspeicherverbrauch direkt nach dem Neustart spürbar niedriger als unter 25H2. Statt der gewohnten 9–10 GB Idle-Verbrauch sahen wir Werte um die 7–7,5 GB. Auch unter Last (mehrere Browser-Tabs, Office, Teams und ein 4K-Video parallel) blieb der Speicherverbrauch deutlich entspannter.

Zusätzlich wirkte die Oberfläche flüssiger. Das Startmenü, Kontextmenüs und App-Starts reagieren subjektiv schneller. Microsoft hat hier offenbar das „Low Latency Profile“ ausgeweitet – die CPU wird kurzzeitig stärker angehoben, damit die Oberfläche agiler wirkt, und fällt danach wieder in den sparsameren Zustand zurück.

So bekommst du Windows 11 26H2

Bei Systemen, die bereits auf 24H2 oder 25H2 laufen, kommt 26H2 als Enablement Package. Das bedeutet: Der Download ist sehr klein und die Installation geht schnell.

So gehst du vor:

  1. Öffne die Einstellungen (Windows-Taste + I).
  2. Gehe zu Windows Update.
  3. Aktiviere den Schalter „Die neuesten Updates so schnell wie möglich abrufen“.
  4. Klicke auf „Nach Updates suchen“.

In den meisten Fällen erscheint das Update innerhalb kurzer Zeit. Nach der Installation genügt ein Neustart.

Tipp aus der Redaktion: Falls das Update noch nicht angeboten wird, lohnt es sich, ein bis zwei Tage zu warten oder alternativ den Windows 11 Installations-Assistenten von Microsoft zu nutzen.

Extra-Optimierungen, die wir nach dem Update empfehlen

Auch wenn 26H2 bereits sparsamer ist, kannst du noch etwas nachhelfen:

  • Autostart aufräumen
    Task-Manager → Autostart. Alles deaktivieren, was du nicht wirklich brauchst. Bei uns hat das nochmals 300–600 MB gespart.
  • Hintergrund-Apps begrenzen
    Einstellungen → Apps → Installierte Apps → bei einzelnen Programmen die Hintergrundberechtigungen einschränken.
  • Speicherplatz und virtuellen Arbeitsspeicher prüfen
    Besonders bei Systemen mit 8 oder 16 GB RAM sollte die Auslagerungsdatei nicht zu klein dimensioniert sein.
  • Browser im Blick behalten
    Moderne Browser (besonders mit vielen Erweiterungen) gehören weiterhin zu den größten RAM-Fressern. Hier lohnt sich regelmäßiges Aufräumen der Tabs und Erweiterungen.

Warum das Update gerade jetzt so relevant ist

Die aktuellen Speicherpreise machen Aufrüstungen teurer denn je. Viele Nutzer stehen vor der Frage, ob sie wirklich 32 oder 64 GB nachrüsten sollen – oder ob sie mit der vorhandenen Hardware noch eine Weile auskommen. Genau hier spielt 26H2 seine Stärken aus: Wer bisher an der Grenze war, bekommt spürbar mehr Luft, ohne Geld auszugeben.

Unser Fazit nach dem Praxistest

Windows 11 26H2 ist kein spektakuläres Feature-Update, aber ein sehr sinnvolles. Die spürbare Reduzierung des RAM-Verbrauchs und die etwas flüssigere Oberfläche machen es zu einem der sinnvollsten Windows-Updates der letzten Zeit – besonders für alle, die mit 8 oder 16 GB unterwegs sind.

Empfehlung: Wer noch auf 24H2 oder 25H2 unterwegs ist, sollte das Update zeitnah installieren. Die Installation ist unkompliziert und der Nutzen ist real messbar.

Technischer Hintergrund: Das Low Latency Profile

Das Low Latency Profile ist eine Leistungsstrategie, die Microsoft bereits in früheren Windows-11-Versionen für systemeigene Apps (wie Startmenü, Suche oder Einstellungen) eingesetzt hat. Mit 26H2 wird sie deutlich breiter angewendet.

So funktioniert es technisch:

  • Wenn du eine App, das Startmenü, die Suche oder das Benachrichtigungscenter öffnest, hebt Windows die CPU-Taktfrequenz für 1 bis 3 Sekunden spürbar an.
  • Das System fährt die Kerne kurzzeitig nahe an den maximalen Boost-Takt heran, damit die Aktion möglichst schnell abgeschlossen wird.
  • Danach fällt die CPU wieder in den sparsamen Idle-Zustand zurück. Microsoft nennt dieses Verhalten intern „Race to Sleep“.

Ziel ist es, die subjektive Reaktionszeit zu verkürzen, ohne den Stromverbrauch dauerhaft zu erhöhen. In unserem Test wirkte sich das besonders bei schwächeren oder älteren Systemen positiv aus: Das Startmenü und Kontextmenüs öffneten sich merklich agiler, und auch Drittanbieter-Apps starteten spürbar schneller.

Laut internen Beobachtungen und Nutzerberichten können Microsoft-Apps (Edge, Outlook etc.) dadurch bis zu 40 % schneller starten. Bei systemnahen Elementen wie dem Startmenü oder Rechtsklick-Menüs wurden sogar Verbesserungen von bis zu 70 % gemessen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert